IAF Verband binationaler Familien und Partnerschaften

newsletter nr. 26 - Dezember 2015

Liebe Newsletter-Abonnent/innen,

heute erreicht Sie unser Winter-Newsletter - mit aktuellen Informationen aus unseren Arbeitsfeldern und den politischen Debatten. Wir wünschen eine anregende Lektüre und besinnliche Feiertage!

Verschenken Sie eine Fördermitgliedschaft des Verbandes...

Wie wäre es mit einer Fördermitgliedschaft bei uns? Sie verschenken zum Fest der Liebe eine Vision von einer vielfältigen Welt. Gerade jetzt in Zeiten gesellschaftlicher Veränderung ist es wichtig, Vielfalt gemeinsam zu gestalten. Dazu brauchen wir mehr Menschen, die sich zu einer vielfältigen Gemeinschaft und Gesellschaft bekennen und zugehörig fühlen.

Alle Anfragen, die bis zum 18. Dezember 2015 bei uns eingehen, bearbeiten wir noch rechtzeitig zum Fest. Ihnen geht dann eine Mitgliedsurkunde und ein Infopaket (Zeitschrift, Broschüren) zu unseren Verbandsthemen zu. Sie müssen Sie nur noch verschenken!

Gerne sind wir aber auch nach den Feiertagen für Sie da. Die verschenkte Mitgliedschaft endet automatisch nach einem Jahr - wenn sie nicht explizit verlängert wird. Anfragen bitte an ersoy@verband-binationaler.de

Aussetzung des Familiennachzugs

Wieder einmal müssen die Familien herhalten für politische Kompromisse. Ein Gesetzentwurf sieht eine Wartezeit für den Familiennachzug zu subsidiär Geschützten vor. Unser Verband hält dagegen und fordert ein zeitnahes familiäres Zusammenleben – gerade für geflüchtete Menschen. Wir sehen in dieser Änderungsabsicht eine allein reaktive Handlung. Notwendig ist aber eine konzeptionelle und strategisch ausgerichtete Antwort auf den anstehenden Integrations- und Inklusionsprozess geflüchteter und eingewanderter Menschen mit ihren Familienangehörigen.

Unsere Stellungnahme 

Charta des Willkommens

Wir unterzeichneten die Charta des Willkommens der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main gemeinsam mit zahlreichen Oberbürgermeistern, Landräten der Region sowie weitere Partner aus Gewerkschaft, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Verbänden.  Die Unterzeichnenden verpflichten sich dazu, gegen Diskriminierung und Rassismus aufzutreten und „eine Kultur des Willkommens in Verwaltung, Unternehmen, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie in der Gesellschaft“ zu schaffen. Hintergrund ist es, Studierende, Auszubildende und Fachkräfte, die nach Deutschland kommen, dauerhaft in der Region zu halten. John Kannamkulam vom Bundesvorstand unseres Verbandes hat sie am Dienstag, den 03.11.2015 stellvertretend für die 44 Erstunterzeichner öffentlich verlesen. Er vertritt uns auch in der Arbeitsgruppe "Willkommenskultur Rhein/Main".

Gemeinsame Erklärung: Darstellung von kultureller Vielfalt, Integration und Migration in Bildungsmedien

Ein wichtiger Erfolg unserer Gremienarbeit: Die Kultusministerkonferenz, Organisationen der Menschen mit Migrationshintergrund und Bildungsmedienverlage unterzeichneten am 08. Oktober 2015 die gemeinsame Erklärung. Darin verpflichten sich die Bildungsmedienverlage auf eine differenzierte Darstellung von beispielsweise Lebenswirklichkeiten, Religionen und Weltanschauungen. Als Verband und Teil der Organisationen der Menschen mit Migrationshintergrund haben wir dieses Thema eingefordert und unsere Positionen nachhaltig eingebracht. „Wir verstehen kulturelle und sprachliche Vielfalt als eine Chance für die Gesellschaft und fühlen uns verpflichtet, an einem respektvollen Miteinander und letztendlich an einem gelingenden Integrationsprozess mitzuwirken.“ Wir freuen uns, dass die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und die Kulturministerkonferenz dieses wichtige Thema weiter bearbeiten werden und gemeinsam zur Tagung "Schulbuchstudie Migration und Integration" am 13. Januar 2016 nach Berlin in Kanzleramt einladen. Wir wirken ebenfalls aktiv dabei mit. Tagungsinfos

Von links: Kamilla Schöll-Mazurek (Polnischer Sozialrat), Bilge Yörenc (Türkische Gemeinde Deutschland), Maria Ringler (Verband binationaler Familien und Partnerschaften), Ali Ertan Toprak (BAGIV), Brunhild Kurt (Sächsische Kultusministerin und KMK Präsidentin 2015), Cahit Basar (Kurdische Gemeinde Deutschland), Wilmar Diepgrond (Verband der Bildungsmedien), Antonios Beys-Kamnarokos (Griechische Gemeinde Deutschland), Franco Marincola (C.G.I.L. Bildungswerk), Kostas Dimitriou (Griechische Gemeinde Deutschland) Zur Erklärung

Round Table Gespräche der Union of International Associations

Unser Bundesvorstandsmitglied John Kannamkulam vertrat den Verband zum ersten Mal bei den Round Table Gesprächen der Union of International Associations (UIA) am 13.11.15 in Brüssel. Dort kamen über 200 hochrangige Vertreter aus bis zu 100 europäischen Verbänden und NGOs zusammen, um gemeinsam voneinander zu lernen und sich auszutauschen. Der Vize-Präsident der UIA, Cyril Ritchie, stellte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung von NGO's für unsere Demokratien heraus. Seit 1907 bietet die UIA als Weltverband der Verbände hierzu eine Plattform für die Weltzivilgesellschaft dar

COFACE-Konferenz am 5./6. November 2015 in Sofia, Bulgarien

Unser Vorstandsmitglied der Berliner Regionalgruppe Laura Block war am 05./06. November 2015 bei der COFACE-Konferenz  in Sofia, Bulgarien. Schwerpunktthema der Konferenz war die meist weibliche Care-Migration in Europa, der in Vorträgen und Workshops bearbeitet wurde. In der Pause konnten sich Verbände präsentieren – neben dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. waren dies ASFAMIX (Spanien), Les amoureux an ban public (Frankreich).

„Familie ist Vielfalt: Inklusion leben, Teilhabe sichern“

In den letzten zwei Jahren hat sich das Bundesforum Familie, ein Projekt der AGF, mit dem Themenfeld Inklusion beschäftigt. Die Abschlusspublikation und weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite http://bundesforum-familie.de/?p=1789 Das Bundesforum Familie geht - wie unsere Verband - von einem breiten Inklusionsbegriff aus, der deutlich über das Thema der schulischen Inklusion von Kindern mit Behinderung hinausgeht. Die erarbeiteten zwölf Leitlinien für Verbände, Politik und Gesellschaft am Ende der Publikation, sollen einen möglichen Web in eine inklusive Gesellschaft für alle Familien.  

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Gleichgeschlechtliche Ehe

Ein Gesetzentwurf des Bundesrates fordert das Recht auf Eheschließung auch für Personen gleichen Geschlechts. Mit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare soll die Neueintragung der Lebenspartnerschaft nicht mehr möglich sein. Die schon eingetragenen Lebenspartnerschaften sollen hingegen bestehen bleiben können, aber in einer Ehe umgewandelt werden. Wir begrüßen diese Entwicklung und werden die rechtliche Umsetzung beobachten.

Weihnachtsshopping mit Herz

Bei Onlineeinkäufen an den Verband denken! Machen Sie diese über Gooding. Auf der Plattform kann man den Onlineshop finden, in dem man einkaufen möchte und zusätzlich festlegen, dass der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. eine Spende erhält - von dem Onlineshop, der auf der Plattform mitmacht. Hier geht es zur Suche nach dem Onlineshop - der Verband ist als Spendenempfänger bereits eingestellt :-)

Für Sie gelesen...

Daniel Bax: Angst ums Abendland, Westend Verlag, Frankfurt/Main, 2015

„Haben Sie auch Angst vor dem Islam? Wenn ja, dann sind Sie nicht alleine. Mehr als jeder Zweite in Deutschland empfindet den Islam als bedrohlich.“ Mit diesen Sätzen beginnen die Ausführungen des Autors und machen neugierig auf Mehr. Daniel Bax spricht die vielfältigen Ängste an, die Menschen in Deutschland haben, setzt sich mit verschiedenen Ereignissen auseinander, in denen der Islam allgemein als Bedrohung hiesiger Werte wahrgenommen wurde wie z.B. die Erlebnisse von Betty Mahmoody, der 11. Sept. 2001 oder die mediale Vermarktung der Erfahrungen von Necla Kelek, Ayaan Hirsi Ali, Hamed Abdel-Samad. Bax räumt auf und sortiert. Er macht deutlich, wie durch Verallgemeinerungen das Misstrauen gegen die Mehrheit der Muslime geschürt wird, wie Rechtspopulisten davon profitieren – erinnert sei an die Internetplattform „Politically Incorrect“  oder an die „Pro“-Bewegungen – und wie kurz dabei der Weg zu Gewalttätigkeiten ist. Es ist kein deutsches Phänomen, sondern in vielen anderen Ländern anzutreffen. Die Recherchen des Autors sind detailliert, zeigen internationale Zusammenhänge auf und machen eines sehr sichtbar: die größte Angst sollten wir vor den Islamfeinden haben. Sie bedrohen die europäischen Werte. Sie bedrohen Menschenrechte und Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit. Diese Werte bilden den Rahmen, in dem sich Vielfalt gut entfalten kann – und für diese Werte steht dieses Buch, ein Buch, das aktueller nicht sein kann und total gut die heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen skizziert.

zu guter letzt...

"Viele Menschen (...) die auf dem Meere aufgefischt werden in irgendwelchen kleinen, lächerlichen Booten, in denen sie zu ertrinken drohen. Das sind Menschen, die Asyl brauchen." Helmut Schmidt, Bundeskanzler, 1980 (1918 - 2015)

 

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